Die Idee zu Patriot Peer wurde im Jahr 2017 geboren. Damals trat ein ambitioniertes Team aus patriotischen, Informatikern und Grafikern an, um aus der Vision eine Wirklichkeit zu machen. Patriot Peer wurde als klassisches “Kickstarter”-Projekt, gestartet, das heißt, das die Entwicklung von denen finanziert wurde, welche die Idee gut finden und zu ihrer Verwirklichung beitragen wollen. In einem Kickstarter kamen über 20.000 Euro zusammen, die als Budget für Rechtsanwalts-, Server-, Lizenz-, Material- und Gründungskosten, veranschlagt wurden. Die Arbeit am Projekt, vom Coden und Testen, über das Erstellen von Homepages, Grafiken und User-Interface, die Buchhaltung und Verwaltung, bishin zur email Beantwortung erfolgte stets ehrenamtlich. Ein Grundsatz an den wir uns bis heute gehalten haben. Im Vergleich zu anderen Apps in diesem Funktionsumfang, waren das Budget relativ knapp bemessen, doch wir hofften auf eine rasche Umsetzung, Fertigstellung und Funktionsfähigkeit der App. Im Zuge der Entwicklung kam es zu einigen Rückschlägen und Schwierigkeiten. Konkret stellen sich 3 Bereiche als große Entwicklungsbremser heraus:

  • Deplatforming: Patriot Peer hat bereits 2 Rechtsträger “verbrannt”. Die OG, die in Österreich gegründet wurde bekam kein Bankkonto, weil Martin Sellner als Gesellschafter aufschien. Die SRO die daraufhin in der Slowakei gegründet wurde, wurde bald danach grundlos in den Prozess gegen die IBÖ hineingezogen. Die Gesellschaft mit Kai Naggert in Deutschland ist nun bereits die 3. Rechtsform.  Aufgrund einer Kündigung durch Amazon Webservice, auf Basis derer eine erste, bereits funktionsfähige Beta-Version der App erstellt wurde, stellten wir das Konzept komplett um, und mussten Anfang 2019 die Entwicklungs komplett neu starten. Während der Entwicklung von Patriot Peer änderte sich das Klima radikal und es kam zu immer mehr Zensur und Repression. Das ist ein Lernprozess den wir gemeinsam mit dem gesamten dissidenten Lager gemacht haben. Zum Start des Projekts, hatten wir tatsächlich noch eine Facebookseite, Instagram und Paypal. Daran ist heute nicht mehr zu denken. 

  • Politischerdruck und Zeitmangel: Die Entwicklung einer sicheren App mit dem Funktionsumfang von Patriot Peer ist ein gigantischer Arbeitsaufwand. Dafür benötigt man echte IT-Profis, die leider in unserem Bereich rar gesät sind. Die Idee Freelancer anzustellen, die wir Anfangs verfolgten, gaben wir aus Sicherheitsgründen rasch auf. Trotz zahlreicher Aufrufe und der Veranstaltung eines patriotischen Hackatons, war es sehr schwierig, geeignetes patriotisches Personal zu finden. Da wir die Programmierer nicht entlohnen konnten, mussten und müssen sie stets neben ihrem Haupterwerb an der App in der freien Wirtschaft arbeiten. Die Arbeit an Patriot Peer startet am Feierabend… Bei vielen führte die doppelte Belastung dazu, dass sie nach einiger Zeit das Projekt verlassen mussten, was jedesmal zu großen Durchhängern führte, da sich neue erst in den Code einarbeiten mussten. Teilweise wurde auf Mitarbeiter auch politischer Druck ausgeübt, was im Jahr 2019 zum erzwungenen Ausscheiden eines der Hauptentwickler führte. (Wer über die Kenntnisse verfügt und an einer Mithilfe interessiert ist kann sich hier melden.)

  • Datenschutzgesetze: Die ständige Veränderung des europäischen Datenschutzrechtrichtlinien und ihre nationale Umsetzung, stellt uns vor schwerwiegende Probleme. Die erste Version der App, die bereits rudimentär funktionsfähig war, musste so Mitte 2018 komplett überarbeitet werden. Ingesamt flossen mehr als 7.000 Euro in die Honorare von Experten und Anwälten, welche ein Hieb- und stichfeste Datenschutzerklärung erarbeiten mussten. Leider müssen wir damit rechnen hier mit allen rechtlichen Möglichkeiten angegriffen zu werden. Ohne Absicherung können hier existenzvernichtende Klagen für die Verantwortlichen entstehen. Daher muss hier alles bin in die letzte Pore überprüft und vorschriftsgemäß sein. Da sich die Vorschriften aber fast jährlich ändern, ist die Entwicklung einer solchen App, nicht nur für Patrioten sehr kompliziert.

Wie man sieht, stellt sich die Herausforderung der Entwicklung einer solchen App als großer Herausforderung dar. Als Beweis dafür kann die Tatsache gelten, dass niemand anderer ein derartiges Projekt auch nur gestartet, geschweige denn durchgezogen hat. Aber es ist immer noch möglich! Wir sind nach wie vor von der Idee überzeugt und arbeiten mit einem kleinen Team ehrenamtlich und auf eigene Kosten an der App weiter, solange bis sie fertig wird. In Anbetracht der letzten Erfahrungen wollen wir dazu aber keinen genauen Termin nennen. Allen Unterstützern die uns die bisherige Arbeit erst ermöglicht haben danken wir herzlich. Wir sind vor allem für das anhaltende Interesse, die Solidarität und das Verständnis unserer Unterstützer dankbar. Konstruktive Kritik und Anregungen sind immer willkommen.